Donnerstag, 21. April 2011

NEUER UND DIE TRÄNEN

Prototyp der Heulbojen: Andi Möller
Es kommt in Mode, dass man als Fußballprofi öffentlich weint. Zuerst Stanislawski, jetzt Neuer. Aber es hat sie doch niemand gezwungen zu gehen, warum also so traurig?
Oder ist das Undenkbare der Fall, und das alles ist nur gespielt? Kaum vorstellbar...
Es ist aber natürlich auch schlimm, wenn man sich als Mittzwanziger zwischen zwei Millionenverträgen zu entscheiden hat, so wie Manuel Neuer. "Soll ich den Vertrag für fünf oder doch den für sieben Millionen im Jahr nehmen? Hmmm...". Bei solch schweren Entscheidungen darf man auch ruhig mal weinen. 

Mir sind trotzdem Ausraster à la Trapattoni lieber als dieses weiche Rumgeheule. Diese Krokodilstränen sind genauso nervig wie der ständige Versuch von außen, schwule Fußballer zum Coming-Out zu bewegen. Was sind das eigentlich für Leute, die Fußballer auf Teufel komm raus geoutet sehen wollen? Hat nicht auch jeder Schwule Fußballer das Recht auf Privatsphäre (was natürlich mit einschließt, seine Sexualität geheim zu halten)?

Das könnten sich die "Tatort"-Pädagogen mal durch den Kopf gehen lassen, wenn sie das nächste mal einen Film im ach so homophoben Fußball-Milieu spielen lassen, wie neulich geschehen im Hannoveraner Tatort mit der Ferres für Arme, Maria Furtwängler. 
 

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