Freitag, 24. Juni 2011

DIE SPÄTRÖMISCHE DEKADENZ DER SILVANA KOCH-MEHRIN

Profilneurose deluxe: Ohne Amt kommt sie wohl nicht aus
Die FDP hat in den letzten eineinhalb Jahren seit der Wahl viele Gründe angeboten, warum man sie 2013 auf keinen Fall wieder wählen sollte. Kurz erwähnt seien da nochmal die Steuerkürzungen für Hoteliers oder die Unfähigkeit, Gesetze in der Koalition durchzusetzen, die ihre Stammwählerschaft gern gesehen hätte (Entlastung des Mittelstands?).
Die Farce um Niebels Entwicklungshilfeministerium deutete bereits kurz nach der Wahl ein Maß an Heuchelei an, das fast surreal anmutete.
Man muss im Juni 2011 feststellen, dass die FDP in negativer Hinsicht noch zu mehr fähig ist. Silvana Koch-Mehrin ist jetzt Mitglied im Forschungsausschuss des Europäischen Parlaments. Was die Süddeutsche vollkommen richtig als "vorsätzliche Wählerbeleidigung" bezeichnet, ist eine Geschichte, die man mehrmals lesen muss, um sie zu glauben.
Seltsam mutete bereits nach Bekanntwerden der Plagiatsaffäre um Koch-Mehrin an, dass sie der Heidelberger Universität Scheinheiligkeit vorwarf: so habe diese doch genau gewusst, dass ihre Doktorarbeit deutliche Mängel aufweise. In Koch-Mehrins Welt ist also die Universität Schuld, dass ihre Studenten betrügen. Denkt man in der FDP generell so? Man muss langsam den Eindruck gewinnen...
Den fliegenden Wechsel im EU-Parlament vollzieht die "schöne" Koch-Mehrin übrigens mit Jorgo Chatzimarkakis, ebenfalls Plagiats-Betrüger.
Wie aus dem SZ-Artikel hervorgeht, ätzen aber mittlerweile nicht nur CSU-Politiker über die FDP-Politikerin, die 2009 schon durch astronomisch hohe Fehlzeiten im Parlament negative Schlagzeilen machte. Auch in der FDP-Zentrale in Berlin sei die ihre Berufung in den Ausschuss mit Unverständnis aufgenommen worden. 
Die Frage ist nur, ob die FDP endlich einmal Konsequenzen aus solch rufschädigenden und offensichtlich unmoralischen Verhaltensweisen seiner bekanntesten Politiker zieht. Ist Koch-Mehrin denn wirklich unentbehrlich? Nein, ist sie natürlich nicht! Rösler könnte klare Verhältnisse schaffen und sie aus der Partei entfernen. Doch der Filz der jungen Generation ist wahrscheinlich noch viel hartnäckiger als der der alten. Es ist unwahrscheinlich, dass überhaupt etwas passiert.
Fakt ist, dass die FDP es schlicht und ergreifend nicht verdient hat, im Bundestag zu sein. Politikerinnen wie Koch-Mehrin sind eine Schande für Deutschland. Sie betrügen schamlos, rechtfertigen ihren Betrug und greifen andere an. Später lassen sie sich Ämter zuklüngeln, für die sie offensichtlich keine Eignung haben. Armselig, armselig, armselig! Ich hoffe, Koch-Mehrin wird im Parlament isoliert, bekommt schwere Akne oder wird von Demonstranten gelyncht. Es ist tatsächlich eine "vorsätzliche Wählerbeleidigung", die hier passiert. Der Ruf von guten Politikern ist beschmutzt, der Ruf des EU-Parlaments und der Ruf der liberalen Partei sowieso.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Das jemand "gelyncht" werden soll ist aber auch erbärmlich!

Dreyfus hat gesagt…

Sieh's mal metaphorisch!

Anonym hat gesagt…

Erstmal: ich finde es vollkommen richtig, das ihr der Doktortitel aberkannt wurde. Was mich persönlich aber doch stört ist die tatsache, das es niemanden interessiert, das die Unis anscheinend grottenschlechte Doktorarbeiten durchgewunken haben. Die Arbeiten sind ja offenkundig nur unzureichend geprüft worden. Solche Massen an Plagiaten kann man nicht übersehen. Ich behaupte daher, mal wollte in den Arbeiten gar keine Plagiate finden. Das macht die offenkundige Dämlichkeit von Koch-Mehrin nicht besser. Aber anscheinend scheint es niemanden zu Interssieren, das die Unis für bestimmte Personen / Personenkreise Doktortitel verschenken, wenn nicht gar verkaufen. Das finde ich viel schlimmer als das persönliche Fehlverhalten eines Guttenberg oder einer Koch-Mehrin

Dreyfus hat gesagt…

Dass man keine Plagiate finden "wollte" ist ein Vorwurf, der schwer nachzuweisen sein wird. Die mangelhafte Korrektur der Doktorarbeiten ist natürlich peinlich, da gibt es keinen Zweifel. Das ist meiner Meinung nach in den Medien aber auch kritisiert worden.
Vor allem beim ach so renommierten Prof.Häberle (zu Guttenbergs Doktorvater) stellt man sich natürlich schon die Frage, wie er ihm "summa cum laude" geben konnte. Antwort: er hat ihm "vertraut"! Er hat also aus "Vertrauen" die Bestnote verliehen!
Wenn das schon einem so renommierten Professor "passiert", kann man sich ja denken, dass auch andere Professoren schlampig arbeiten und Arbeiten ungeprüft benoten.
Dass Koch-Mehrin dann aber, statt sich zu entschuldigen, sich damit herausreden wollte, dass die Uni die Mängel doch gekannt haben soll, ist schon noch ein bißchen dreister als die schlampige Arbeit an den Unis.