Freitag, 2. Dezember 2011

Besoffener Til Schweiger erhält "Querdenkerpreis"

Til Schweiger hat einen "Querdenkerpreis" bekommen. Das ist kein Witz.
Vom "Querdenker-Club", einer Wirtschaftsvereinigung. Kein Witz ist scheinbar auch die Begründung: um den Preis zu bekommen, so der Laudator, gäbe es zwei Kriterien: man müsse Schweiger mit Nach- und Til mit Vornamen heißen. "Logisch, oder?"
Nein, eigentlich ist das nicht logisch.
Schon viel logischer scheint der Auftritt Schweigers bei der Entgegennahme des Preises zu sein. Hackedicht war er. Weil's so schön war, nochmal Schweiger im Wortlaut (auf die Frage, ob er Multikulti befürworte, da in seinen Filmen "Farbige" mitspielten - die Frage lasse ich jetzt mal unkommentiert stehen:
"Ich bin total für Multi-Kulti. ABER...ich bin nicht für Islamismus. Ich bin auch nicht für Faschismus. Also...ich bin vor allem gegen die FDP, die sagt: 'Wir brauchen keine Vorrats...speicherung. Also Datenspeicherung.' Ich bin dafür, dass wir unsere Demokratie und unsere Freiheit verteidigen gegen Islamisten und gegen FUCKING NAZIS. Und deswegen sage ich: HEY! LET'S STAY TOGETHER AND LET'S NOT VOTE FOR THE FDP." 
Das war ein beeindruckender, geradezu genialer Auftritt von unser aller Lieblings-Werbefilm-Komödien-Quatschkopfregisseur, der sich, wie hier im Blog bereits besprochen, "für einen Intellektuellen beachtet".
Doch auch Intellektuelle sind halt mal besoffen, kann ja mal passieren. Wissen wir doch alle. 
 

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