Mittwoch, 22. Februar 2012

"Dr." Hajo Schumacher bei Lanz

Gestern saß "Dr." Hajo Schumacher bei Markus Lanz.

Seine Frisur saß mal wieder, genau wie sein dauerblauer Zweireiher. Es ging um Wulff, um Medienmacht, Bewertung von Menschen. Zu Gast waren auch Pater Anselm Grün, Oliver Kalkofe, Walter Kohl (Sohn von Kohl) und eine Piraten-Politikerin.


Eine der vielen verqueren Thesen, die Schumacher aufstellte, war: so 3-5% der Bevölkerung seien gehässiger als die gehässigsten Medien. Unterste Schublade sei es, wie in manchen Foren über Menschen des öffentlichen Lebens hergezogen werde.


Nun weiß ich nicht, wen "Dr." Hajo Schumacher meinte, als er sein Klagelied anstimmte. Vielleicht meinte er sich selbst. "Bevölkerungsschelte" statt "Medienschelte". Ganz originell, Hajo! dachte er sich wohl, als er gerade so schön am salbadern war. Aber eigentlich auch ganz schön idiotisch.


Ich will auf diese krude, freilich auch durch keinerlei Fakten abgestützten These nicht weiter eingehen (seit wann braucht einer wie Hajo denn auch Fakten?). Ich finde es nur lustig, wie Hajo Schumacher jede Meinung, die er äußert, sich so offensichtlich in genau dem Moment aus dem Anus zieht, in dem er den Mund aufmacht, und keine Sekunde voher. Dabei scheint die inhaltlich-thematische Ausrichtung auch keine Rolle zu spielen. Es muss gut klingen, dass ist der Maßstab des "Doktors". Gerne darf eine Meinung auch nach drei Halbsätzen auch noch komplett die Richtung wechseln. So lange ein Kalauer die Eloge abschließt und die Affen im Publikum klatschen (was sie natürlich tun), ist Schumacher fein raus.


"Journalisten" wie Hajo Schumacher sind sowieso für Formate wie Markus Lanz gemacht, in denen man vollkommen schmerzbefreit jede Art von Meinung an den Mann bringen kann, weil es ja sowieso kein Korrektiv gibt, keine Kritiker, nur den schönen Lanz, der ja immer nur nickt und bekräftigt und nachdrücklich-interessiert nachfragt. 


Im Presseclub würde das Münsteraner Fliegengewicht AKA Achim Achilles keine fünf Minuten überleben. Das weiß er natürlich auch, und sitzt folglich bei Lanz. Und das weiß der Presseclub, und lädt Schumacher folglich nicht ein.


Der gänzlich substanzlose Schumacher hat seine Nische gefunden, er sollte festes Mitglied bei Lanz werden. Zusammen mit Jo Gröbel vielleicht, den Medienexperten der Privatsender. Der hat auch zu allem eine Meinung und trägt bunte Anzüge; außerdem ist auch er narzisstisch gehandicapt und verfügt weder über Fachwissen noch Intellekt: eine Traumpaarung also. Ob sich Gröbel und Schumacher kennen? 


















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