Mittwoch, 1. Februar 2012

Krugman, Hosenanzug, Sparzwänge in der EUdSSR

Sparen um jeden Preis - das ist die neue, vom "Musterland" Deutschland vorgegebene Doktrin, die Frau Dr.Angela Merkel auch in der EUdSSR - am liebsten sicher in einem Fünfjahresplan nach sowjetischem Vorbild - an den Mann bringen will.

Und sie scheint Erfolg zu haben. Eine "Meisterleistung" hat sie sich selbst gestern attestiert für einen unter zahllosen EU-"Gipfeln", von denen einen Tag später sowieso niemand mehr etwas weiß, weil sie alle vollkommen bedeutungslos sind. 

Die grauen Mäuse der Kommission sowie Herman van Rompuy dackeln unserem Hosenanzug treudoof hinterher, egal was sie macht. Sarkozy ist ohnehin nur noch ihr Pudel und biedert sich ekelhaft an das angeblich so vorbildliche deutsche Wirtschaftsmodell. 

Die anderen "Staatschefs" hat Merkel sowieso alle in die Tasche gesteckt, und langsam frage ich mich, ob Peter Hitchens nicht doch recht hatte, als er vor einiger Zeit vom "Germanic empire" sprach und damit die EU meinte.

Nur ist das Problem, dass Sparen allein eben nicht reicht. Auch Paul Krugman macht genau diesen Sparzwang als eines der Hauptprobleme der jetzigen Wirtschaftskrise aus, wenn auch nicht als deren Ursache:  

"Nor is Britain unique. Italy is also doing worse than it did in the 1930s — and with Spain clearly headed for a double-dip recession, that makes three of Europe’s big five economies members of the worse-than club. Yes, there are some caveats and complications. But this nonetheless represents a stunning failure of policy.
And it’s a failure, in particular, of the austerity doctrine that has dominated elite policy discussion both in Europe and, to a large extent, in the United States for the past two years." 

Krugman wird zwar oft verlacht und als Exot abgestempelt, da er als Ultra-Keynesianer auch extreme Positionen vertritt, etwa die, die besagt, dass Staatsschulden eigentlich völlig egal sind und am Ende sowieso nicht zurückgezahlt werden müssen (er sieht die Privatverschuldung kritischer als die Staatsverschuldung).

Klar ist in der heutigen Gemengelage aber auch, dass zumindest in Griechenland die von der EUdSSR oktroyierten Sparzwänge zu einer Katastrophe geführt haben (die noch nicht ihren Tiefpunkt erreicht hat) und ein verschwenderisches Stimuluspaket à la Krugman sicherlich fruchtbarer gewesen wäre und die griechische Wirtschaft schon wieder Wachstumsimpulse haben könnte, wenn gleich zu Beginn der Krise viel Geld ausgeschüttet worden wäre.

Doch Merkel zögerte ja aus bekannten Gründen viel zu lang (die "Politik der kleinen Schritte") und machte so alles nur noch viel schlimmer.

Im folgenden Video wird ebenfalls über Krugmans kontroverse Thesen diskutiert:

 





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