Samstag, 7. April 2012

Broder wird dünnhäutig

Verwundert war ich ein wenig, als ich mir gestern dieses Interview mit Henryk M.Broder ansah. Er war verhältnismäßig aufgebracht, gar erregt. Broder tritt normalerweise ja doch recht vergnügt Moslems vors Knie, zusammen mit "Stotter-Thilo" Sarrazin gehört er wohl zu Deutschlands bekanntesten Islam-Hassern.
Nun brachte ihn das harmlose, überbewertete und vor allem völlig unnötige Gedicht von Günter Grass aber ganz schön auf die Palme. Ich finde das amüsant. Ist Broder doch gewöhnlich so stolz auf die Meinungsfreiheit und verteidigt sie auch immer. Klar: es ist ja auch sein Gewerbe. Ohne Meinungsfreiheit könnte Broder seine anti-muslimischen, ekelhaften Pamphlete (wie z.B. sein idiotisches Buch "Hurra, wir kapitulieren", durch das ich mich einmal quälte) ja auch nicht an den rechten Mann bringen.
Wenn allerdings der alternde Günter Grass von dieser Meinungsfreiheit Gebrauch macht und den Staat Israel kritisiert, reagiert Broder doch eher angefasst. Dabei hat Grass ja nur das ausgesprochen, was viele schon vorher an Israel (und dessen derzeitiger Regierung) kritisierten. 
 





 

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