Dienstag, 4. September 2012

Sprachkarzinome: VOLLSTES Vertrauen und IN KEINSTER WEISE

Was ist das eigentlich, wenn jemand "vollstes Vertrauen" hat? 
Was ist "vollst"?
Geht das etwa so:
voll - voller - vollst?

Das finde ich seltsam. Denn wenn z.B. ein Glas "voll" ist, dann ist es ja ganz gefüllt. Wäre es das nicht, würde man sagen, es sei halbvoll, oder dreiviertelvoll, oder ein bißchen gefüllt. Aber voll ist voll. Das dachte ich zumindest. Seit geraumer Zeit aber verwirren mich allerlei Idioten, die mit "vollsten" Gläsern und "vollstem" Vertrauen um die Ecke kommen, das sie in irgendwelche Menschen zu haben vorgeben. Bitte dringend damit aufhören, schnell!

Ganz zu schweigen vom Dauerbrenner der Sprachferkeleien, "in keinster Weise" in seinen diversen Variationen, z.B. "keinstenfalls". Ein bösartiger Tumor im Körper der deutschen Sprache, der sich seit ein paar Jahren rasant ausbreitet. Schlimm, und kaum therapierbar, auch im Normalfall intelligente Mitmenschen sind bereits Opfer dieser Krankheit geworden und können sich nicht mehr normal artikulieren, sondern nur noch "in keinster Weise" vor sich herrülpsen.

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