Sonntag, 5. Mai 2013

Der dümmste Krieg bundesdeutscher Geschichte fordert ein weiteres Opfer

Struck, Jung, zu Guttenberg, de Maizière - unter der Ägide dieser 4 Parteisoldaten sind seit 2002 in einem völlig hirnrissigen Kriegseinsatz 52 deutsche Soldaten gestorben. Gestern kam einer hinzu. Von Aufständischen wurde er im Norden des Landes erschossen.

Jedes Mal, wenn ich solche Meldungen lese, werden mir zwei Dinge klar. Erstens: ja, richtig. Die Bundesrepublik Deutschland ist an einem Krieg in Afghanistan beteiligt, einem tausende Kilometer entfernten Bergland in Asien. Warum berichtet die Öffentlichkeit nur so wenig und so selten davon und wenn, dann nur im Zusammenhang mit Opfern, die die Bundeswehr zu beklagen hat ? Könnte es, und damit komme ich zu Punkt 2, damit zusammenhängen, dass es sich um den absurdesten, idiotischsten und sinnlosesten Militäreinsatz eines deutschen Staates seit 1939 handelt?

Dass die Scham bei der Regierung über diesen Krieg, dessen verkorkster Verlauf der Peinlichkeit des Kriegseintritts in nichts nachsteht, sehr ausgeprägt ist, kann nicht bezweifelt werden. Jeder weiß, dass es ein monumentaler Fehler war, in Afghanistan mitzumischen. Man versteckt sich dann allzu leicht hinter liederlichen Phrasen und Floskeln: man sei der NATO verpflichtet, der ISAF, den amerikanischen Verbündeten und so weiter. Mit diesen Kürzeln hat man schöne Ausreden immer parat. Genau wie mit der EU. Bündnispflicht, Verträge, Verpflichtungen unseren "Freunden" gegenüber. Am Arsch! Ist die Bundesrepublik ein souveräner Staat oder nicht?

Schröder wurde ja 2002/03 zu recht dafür gelobt, nicht wie der Pudel Blair dem Analphabeten Bush in das verheerende Missverständnis namens Irak gefolgt zu sein. Afghanistan aber, der viel langwierigere und mindestens genau so idiotische Fauxpas, der ist ihm anzukreiden. Und "Mutti" Merkel muss sich den stinkenden Schuh anziehen, keinen Schlussstrich gezogen zu haben unter diesen Irrtum, der bislang 53 sinnlose Opfer allein auf deutscher Seite gefordert hat. Ganz zu schweigen von den tausenden Opfern in der afghanischen Zivilbevölkerung, die heute alle noch am Leben wären, wenn die amerikanische Regierung intelligenter und die diversen Bundesregierungen selbstbewusster gewesen wären.

Was sagt eigentlich die AfD zum Krieg in Afghanistan? Sollte sie keine klare Position beziehen, wird sie einige Wähler verlieren und womöglich sogar in die Hände der Linkspartei treiben, die sich als einzige Fraktion im Bundestag wiederholt und energisch gegen diesen idiotischen Krieg ausgesprochen hat.

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