Donnerstag, 4. Juli 2013

Der SWR und sein vorhersehbares Verdikt über Heckler&Koch

SWR1 ist ein guter Radiosender: Neben Rock-Klassikern spielt man Easy Listening aus den Achtzigern, einiges von heute, aber meistens Geschmackvolles, sieht man vom seltsamen Hang zu Joe Cocker und "Pur" einmal ab. Die Nachrichten sind informativ, die Reportagen interessant. Das Programm leidet leider aber an einer Malaise, die so charakteristisch ist für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk: Man ist wahnsinnig politisch korrekt und auf pathologische Weise linksliberal oder grün. Heute abend liefen ein paar ganz vorbildlich kritische Berichte über die Firma "Heckler&Koch", den Rüstungskonzern, der in Oberndorf ansässig ist. Ist das denn gut und förderlich, dass man dort Waffen produziert, wurde da rhethorisch in den Raum gefragt? Nein, natürlich nicht, so schrie es geradezu unsubtil aus dem Subtext. Kretschmann wurde befragt, was halte er denn davon, dass Heckler&Koch Waffen produziere? Ja, lieber SWR, was soll er denn davon halten? Die Steuern von "Heckler&Koch" kann Winnie sicher ganz gut gebrauchen in seinem Haushalt. Und sonst? Waffen werden gebraucht, und sie werden produziert. Wenn nicht in Deutschland, dann anderswo. Die schmierige Einstellung, die sich zum Beispiel eben in derlei windelweichen Reportagen ausdrückt, nach dem Motto: "Wir sehen das total kritisch, und sind gegen Waffen!" ist billig und kindisch. Sie sorgt vielleicht beim semikompetenten Hausmütterchen, ausgestattet mit gefährlichem Halbwissen, für ein gutes Gewissen und eine empörte Entrüstung. Alle anderen fragen sich aber, was der SWR mit einer so halbgaren wie nichtssagenden Reportage bezwecken will. Glauben die brav linksliberal geschulten Redakteure tatsächlich, man könne mit einer pseudokritschen Berichterstattung irgend etwas daran ändern, dass es Kriege auf der Welt gibt oder dass Heckler&Koch Waffen produziert? Es hat etwas Verzweifeltes, sich diese vollkommen realitätsferne Berichterstattung anzuhören.

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(T.B.)

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Weiß jetzt nicht was an dem Beitrag bzw. der Intention schlecht sein soll. Die sollen mal in einem langen Prozess ihre Produktion auf zivile Güter umstellen, ganz einfach. Sollen die Kunden halt die Waffen woanders kaufen.
Was ist dagegen einzuwenden?