Freitag, 11. Dezember 2015

Kriegsidiotie

Gestern hat die Idiotie von neuem begonnen. Tornados hoben ab, Richtung Türkei, in ein neues Abenteuer. Eineinhalb Jahrzehnte, nachdem unfähige Politiker Soldaten nach Afghanistan schickten und sterben ließen, schicken ebenso unfähige Politiker Soldaten nach Syrien; ein planloses Unterfangen, das beklommen macht. Die deutsche Regierung beteiligt sich am französisch-angelsächsischen Imperialismus, an einem Kolonialismus aus der Luft, der immer gescheitert ist und immer scheitern wird. Hunderte Dummköpfe haben im Reichstag für diese Idiotie gestimmt, und werden in zehn Jahren bellen: "Wir konnten es nicht besser wissen." Doch, Ihr hättet es besser wissen müssen. Ein willkürlicher Blick in ein Buch der neuesten Geschichte hätte Euch Aufschluss darüber gegeben, dass Bomben auf ein fremdes Land stets das Gegenteil dessen bewirken, was man geplant hat. Sind die Abgeordneten tatsächlich so geschichtsvergessen, so ignorant, oder hat die mächtige Militärindustrie einfach zu gut gezahlt?

Die Deutschen können es nicht lassen. Wie dumme Söldner marschieren sie an der Seite der Franzosen, deren Geisteszustand in diesen Tagen hysterisch ist. Wie imperialistisch die französischen Eliten noch immer denken, hat man zuletzt beim Einsatz in Mali gesehen, wo Hollande den starken Mann geben durfte. Die afrikanischen Kolonien sind die letzte Zuflucht des innenpolitischen Versagers Hollande. So gaben ihm die Anschläge in Paris die Möglichkeit, an die nationale Einheit zu appellieren und seinen großen Krieg vorzubereiten. Und Steinmeier, Merkel und Flinten-Uschi trotten hinterher. 

"Freuen" wir uns auf die nächste Runde islamistischer Mordbrenner, die, mit Ankündigung, ein, zwei Jahre nach Abzug der Koalition in Kleinasien marodieren wird. Ob diese sich dann wieder IS oder Daech nennen, spielt keine Rolle. Sie werden wiederkommen, stärker und geeinter als je zuvor, und die Herrren und Damen Abgeordnete, diese Trottel, dann mit fetter Pension im Eigenheim in der Provinz sitzend, werden sagen, sie hätten doch alles getan, niemand habe das kommen sehen.  

 

 

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