Montag, 7. Dezember 2015

Lyrik (I)
Wer kennt den Exit?

Himmlers kleine Ohren, 
Merkels Ehekrach
subsumiert man 
unter ferner liefen.

Kleingeistige Fracht aus Übersee,
feingliedriger Flüchtlingstrekk;
über Ungarn reinspaziert, ausgemergelt,
mit traurigen Augen, rußigen Gliedmaßen.

Empfangen vom arbeitenden Michel,
industriell verbrämt, protestantische
Sklavenmoral als überlegen ausgebend;
Araber als Verfügungsmasse, als 
Menschenmaterial betrachtend.

Maschinen, Schlote, Schlosser, KfZ,
Deutschland, Du seelenloses Land.
Deine Leistungsträger sind leblose
Zombies, Worthülsen, Managerseminare,
Stacheldraht, Psycho-Druck, Kaffee-
Vollautomat, Tabletten, Herzinfarkt.

Wer möchte, darf in der Tretmühle fristen;
wer nicht möchte, muss in der Tretmühle
absitzen, ausgeblutet, dumm gemacht,
darf Fahnen schwenken, Fußball schauen,
Bier trinken, die Hand zum Seehofer-Gruß
emporheben.

Lützower Freikorps, hätte doch Napoleon
gesiegt. Der fette Hering Bismarck 
schüttete Württembers letzte Hoffnung 
auf Souveränität zu wie Schutt ein großes
Loch. Der preußische Adler hat schon 1871 
den Süden so vergewaltigt, wie es die Berliner
Republik heute tut.

Pullover, H-Milch, Elektronik, Technik-Nick,
Rollenklischees, Kaufrausch, Ego-Wahn,
hier kauft man tütenweise Primark-Ramsch,
dort spülen die Wellen ein Kleinkind an den Strand.
Wer kennt den EXIT?

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