Mittwoch, 9. Dezember 2015

Lyrik (II)

Schwarzes Nichts

Im finstersten Winkel der Seele
nisten schwarze Raben mit 
gelben Schnäbeln, aus denen
Blut rinnt, kaltes, dunkelrotes,
fast schwarzes Blut. 

Kein Krähen, kein Krächzen
hört man aus ihrem Schnabel - - 
nur ein starrer, leerer Blick 
aus ihren pechschwarzen
Rabenaugen, ins Leere.

Totale, fürchterliche Finsternis
umgibt uns und die Raben.
Tote Seelen greifen uns an - - 
sie eitern in unseren Körpern
und klagen grundlos an.

Nebelgrauer Dunst liegt auf
den Herzen der Lebendigen.
Nur die Toten sind /
nur das tiefschwarze Öl, nur 
im Pech erstirbt das Wahre.

Keine Kommentare: