Mittwoch, 9. Dezember 2015

Lyrik (III)

Apostolische Wildsau

Wer kennt die Namen?
Wer tanzt den Tanz?
Wer trümmert den Bierkrug
auf den Unscheinbaren?

Blutige Wurst, blutige Wulst,
ein Rebhuhn, ein Schießgewehr,
dunstige Luft, grüner Wald,
ein Förster penetriert ein Kalb.

Federschmuck, Zederholz, die
Erde ist längst verblutet ///
Zivilisation ist ein Feigenblatt
--- darunter brodelt die Hölle.

Mordlust, Mordslust, lass uns
alle an den Händen nehmen, 
der Hippie-Traum ist nicht 
verloren. - - 

Weiße Kleider, helles Licht,
lange Tafeln, Silberbesteck, 
eine kleine Kapelle auf dem 
Hügel, Gott hat sich gezeigt.

Dann wieder: morbide Last,
Schaum vorm Munde, es 
tröpfelt der Regen der Reinheit.
Und wir alle lassen uns gehen.

Tief im Graben versinken wir,
lassen uns totschießen, zuschütten,
um in einer anderen Welt fortzuträumen
und immer wieder anzukommen.  

Keine Kommentare: